Berlins amtierender Bürgermeister

Jeder kennt ihn: Klaus Wowereit. Weniger aber vermutlich durch seine Taten und Werke, die er für die Stadt Berlin vollbracht hat, sondern eher durch einen von ihm gesprochenen Satz, der nicht viel mit Politik zu tun hat, trotzdem aller Wahrscheinlichkeit nach in die Berliner Geschichte eingehen wird. "Ich bin schwul - und das ist auch gut so!" Es war ein Befreiungsschlag in der gesamten deutschen Geschichte und für die deutsche Politik.

Das Thema Homosexualität ist nicht länger ein Tabu in der Politik. Laut einer Umfrage von 2007 könnten sich sogar nach seinem Outing 79 Prozent der Bundesbürger einen homosexuelles Kanzler vorstellen. Viele denken also man sollte die Entscheidung bei der richtigen Partnerwahl den Menschen selbst überlassen. Wowereit brach durch seinen Satz mit bestehenden Tabuthemen. Zudem ist auch die Bevölkerung an sich offener gegenüber neuen sexual- und partnerschaftlichen Themen geworden, so sind z.B. auch Partnerschaftsvermittlungen im Internet für viele kein rotes Tuch mehr.

Nach einem Studium der Rechtswissenschaft und seiner darauffolgenden politischen Tätigkeit für die SPD zuerst als Bezirksstadtrat In Tempelhof und dann als stellvertretender Vorsitzer der SPD-Fraktion, ist Klaus Wowereit seit 16. Juni 2011 amtierender Bürgermeister Berlins. Seine Politik in Berlin steht im Zeichen der angespannten Finanzlage, wodurch viele Einsparungen nötig wurden, die Wowereit unter anderem mit Hilfe von sozialen Einschnitten zu lösen hoffte. Diese Einsparungen bilden immer noch eine der zentralen Herausforderungen in der gegenwärtigen Politik.