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Berliner Geschichtssalon

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 Aktuelle Einladung

46. Berliner Geschichtssalon

Treffpunkt für Chronologen aus Berlin, Potsdam, Leipzig, Graefelfing, Hanau & Damaskus, Bremen, Obernburg, Basel, Essen,
Kaiserslautern, Mettmann, Prezelle, Hamburg, Karlsruhe, Uelzen, Solingen, Lippstadt, Brohl-Lützing, Zürich, Toronto,
Radebeul, Seattle, Kleinmachnow, Köln sowie Sofia

 

 Galerie Bellevue                                                                                                      11. September 2006, 19:00 Uhr

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Geschichte!

 

Wir (Christian Blöss, Ulf Heinsohn, Michael Vogelsang und Hans-Ulrich Niemitz) möchten Sie herzlich zu einer neuen Veranstaltung des Berliner Geschichtssalons am Montag den 11. September 2006 um 19:00 Uhr in die Galerie Bellevue einladen. Auf dieser Veranstaltung wird Prof. Dr. Wilhelm Ripl (Berlin) zu folgendem Thema vortragen und mit uns diskutieren:

 

Wie Menschen wirklich global Klima beeinflussen (könn[t]en): Die physikalischen, chemischen und biologischen Kreisprozesse der Erde und ihr Zusammenspiel zwischen Eiszeit und Warmzeit ?

Das Leben und Klima auf der Erde wird vom Wasser (in allen Aggregatzuständen, also Eis, Wasser, Dampf) bestimmt – und nicht vom Kohlendioxid und anderen „Wahngasen“ à la Treibhauseffekt. Wasser ist das entscheidende „Klimagas“! Das Wasser prozessiert in drei Systemen, wie in der Überschrift gesagt: dem physikalischen (Verdunstung, Niederschlag – wie Carnot-Prozess), dem chemischen (Auflösung, Ausfa[ä]llen – Basen-Säure-Prozess) und dem biologischen (Wasserspaltung und Umsetzung durch Leben – Lebensprozess). Diese drei Systeme sind gekoppelt und zu­gleich doch bestrebt, sich von den anderen abzuschließen, d.h. ihren eigenen Rhythmus zu halten. Leben nun ist einerseits, wenn Wasser so wie angedeutet prozessieren (die Energie in Raum und Zeit aufteilen) kann (bzw. gar muss), zwangsläufig und andererseits doch von Zufällen (nicht beobachtbare Zusammenhänge) bestimmt, wie von den Randbedingungen Sonneneinstrahlung oder anderen kosmischen Einflüssen. Das „Zwangsläufige“, das – so Ripl – sich bisher genügend stabil durchsetzen konnte und Leben entstehen ließ, lässt Rhythmen (Phasenabläufe) erklären, so insbesondere das Kommen und Gehen von Eiszeiten. Wichtige „Rhythmuspunkte“ sind die, an denen die drei Kreisprozesse interferieren (aufeinander wirken) und zu Unstetigkeiten führen – diese erscheinen dann als Katastrophen. Diese „Katastrophen“ selektieren Mutanten, die erst im Katastrophenfall ihre Effizienz beweisen, sich vermehren und stabilisieren können. Mutationen führen durch diese Selektion zum Neuentstehen von angepassteren Lebewesen! Genaueres wird im Vortrag erklärt. Hier soll nur noch angedeutet werden, welche menschlichen Tätigkeiten hier Einfluss nehmen können – und welche nicht.

Was wir „theoretisch“ nicht machen können bzw. tun dürfen, ist beliebige Wärmesenken (Gegensatz dazu: Wärmequellen) zu erfinden – dies in einer Art Gleichgewichtsrechnung (an die Sonne werden wir keine Wärme los ). Was wir erkennen können ist Folgendes: Singularität (Rhythmuspunkt)  heißt, dass ein Kapazitätsterm erreicht ist bzw. überschritten wird. Beim Wasser ist bekannt: Dann findet ein Aggregatszustandswechsel statt („Katastrophe“). Lokal bedeutet dies, so etwas zu vermeiden. Der Wald zum Beispiel hält die Temperaturen und ermöglicht damit klein- und auch großräumig bestimmte Pflanzenwelten und bestimmte großräumige Klimasituationen. Auch Gartenbau (im Sinne von „Wasserbau“) sorgt im größeren Maßstab dafür. Der Trockenfeldbau – so wie er der heutigen Landwirtschaft entspricht –  wirkt dem aber entgegen. Der Wasserdampf entschwindet, regnet anderweitig ab oder lagert sich zunehmend nach weiträumigen Transport als Schnee und Eis an Gletschern ab, die weit weg von uns sind (Achtung: Etwa die Hälfte der Gletscher schrumpfen, die andere Hälfte wächst!). So beschleunigen wir den Prozess hin zu neuen Eiszeiten auf der Erde. Die Temperaturdifferenzen zwischen Land und Meer nehmen zu, und die zunehmenden Stürme lehren uns, dass dem tatsächlich so ist.

Herr Ripl wird also Theorie (welche ist die „richtige“?) und die Praxis (was sollten wir tun?) miteinander verknüpfen.

Ihr Christian Blöss, Ulf Heinsohn, Michael Vogelsang (Berlin) und Hans-Ulrich Niemitz (Berlin/Leipzig)